Petra's ArtHome

Eine Transformation (lateinisch die Umformung) bezeichnet allgemein die Veränderung der Gestalt, Form oder Struktur. Die Transformation kann ohne Verlust der Substanz oder Inhalt erfolgen. Soweit die allgemeingültige Definition
Geboren in der Mitte Deutschlands habe ich schon früh begonnen, meiner inneren Haltung auf kreativem Wege Ausdruck zu verleihen. Zunächst als diplomierte Grafik-Designerin, erfolgreiche Geschaeftsfuehrerin im Bereich Werbung, später als freischaffende Künstlerin.

Schon in meinen frühen Arbeiten ist die enorme Freude an der Erkundung unterschiedlicher Materialien und Techniken zu spüren. Es geht nicht um die Verkündung allgemeingültiger und auf ewig zementierter Botschaften. Mir geht es um Prozesse hin zu etwas Kompletterem, zu etwas Größerem. Die Dreidimensionalität springt den Betrachter in manchen meiner Werke förmlich an. Hier wird restrukturiert um etwas Neues zu schaffen. Ohne Altes, Bewährtes und Erfahrenes zu negieren.

In der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins geschieht die Veränderung von der Überzeugung eines getrennten Selbst hin, zu der Erfahrung der Einheit. Authentische innere Transformation lässt uns aus begrenzenden psychologischen Konditionierungen und mentalen Strukturen heraustreten in die Freiheit, Ausdehnung und den Frieden unserer eigenen wahren Natur. Diesem inneren und lebenslangen Prozess Ausdruck zu verleihen und der tiefe Glaube daran, dass unser Leben ein einziges Streben zu einer Einheit mit Gott darstellt, gelingt mir durch die stetige Veränderung von Gestalt, Form und Struktur in meinen Arbeiten.

Mit meinen früheren Arbeiten, Bildern mit Sand-Henna-Motiven, zolle ich durch den Gebrauch von Sandarten unterschiedlicher geografischer und geologischer Herkunft aus den verschiedenen Emiraten der VAE, meiner arabischen Wahlheimat Respekt und tiefe Verbundenheit. SAND als Material verändert Form und Struktur. Sand hat selbst einen ewigen transformatorischen Prozess durchlaufen. Vom Fels zum Stein und vom Stein zum Sandkorn.

HENNAS als Teil des ornamentalen Reichtums des Orients, mit spirituellem und uraltem, kulturellen Hintergrund dienen der Verschönerung der Frauen. Schmückend aber nicht eindimensional dekorativ. Hennas sind für mich ein orientalisches Tribut an die weibliche Göttlichkeit der Schöpfung. Ich, selbst sehr spirituell, liebe es die Natur und die Spiritualität in meinen Bildern zu vereinen. Hennas, geformt aus Sand, optisch und haptisch erlebbar, unterstützen seit 2012 die Symbolik in meinen Bildern.

Die Suche nach einem Weg, den Betrachter noch aktiver in die meinen Arbeiten zu Grunde liegenden transformatorischen Prozesse einzubeziehen, hat mich 2014 zur QR-Kunst geführt. Sie eröffnet dem Betrachter einen spielerischen, aktiven Zugang zu meinen Werken.

Diese Werke entstehen nicht mehr ausschliesslich mit Hilfe konventioneller Techniken, sondern vereinen Tradition und Zeitgeist mit Hilfe des Internets. Das Internet, genutzt als kreatives Medium, fügt den Werken eine weitere Dimension hinzu. Der Sammler erhält neben dem klassischen Kunstwerk ein weiteres, digitales Werk. Dieses ist zunächst verborgen hinter der Oberfläche eines QR Codes. Durch das Einscannen dieses Codes unterliegt das digitale Kunstwerk, ein Video, ein Musikstück, ein Photo, bereits in sich einer Transformation. Dieses aktive Eingreifen des Betrachters ermöglicht der QR-Kunst die Verbindung von realer und digitaler Welt und erzeugt ganz neue, überraschende Interpretationsimpulse.

Die QR-Kunst sehe ich als als ständig fortschreitenden Prozess hin zu neuen Erlebnisdimensionen. Haptisch, optisch und nun auch akustisch, virtuell oder traditionell, allein oder mit anderen erlebar
Meine Arbeiten sind nicht mehr, aber auch nicht weniger, als eine Einladung an den Betrachter, sich dieser inneren und äusseren transformatiorischen Prozesse bewusst zu werden – sich ihrer auch mental anzunehmen.Mein Wunsch ist es, meine Arbeiten den Menschen als Begleiter, als eine Art ermunternden Talisman zur Seite zu stellen. Immer wieder Neues in ihnen und in sich selbst zu entdecken. Blickwinkel zu verändern. Transformation als kontinuierlichen und zutiefst menschlichen Prozess zu akzeptieren